Cyberpunk 2077: Eurogamer berichtet über Mike Pondsmith und seine Zusammenarbeit mit CDPR

geschrieben von foobar am 16.07.2017, 17:10 Uhr

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Die englischsprachige Webseite Eurogamer.net hat einen langen Artikel über Mike Pondsmiths Zusammenarbeit mit CD Projekt Red und dem neuen Cyberpunk 2077 veröffentlicht.

Der Artikel fasst kurz Pondsmiths Werdegang zusammen, von seinem ersten, im zarten Alter von 11 Jahren selbst entwickelten Spiel bis zum zu seinem großen Durchbruch - Cyberpunk. Anschließend beschreibt der inzwischen 63jährige Spiele-Designer, wie es zur Lizenzierung durch CDPR kam. Er schildert, wie das polnische Studio den anfangs eher skeptisch eingestellten Pondsmith überzeugen konnte und schließlich eine unbefristete Lizenz für Cyberpunk erhielt ("bis ans Ende der Zeit und wenn die Hölle zufriert"). Die Vereinbarung ist also ausdrücklich auf mehr als ein einziges Spiel ausgelegt. Ob es dann am Ende wirklich dazu kommt, hängt natürlich vor allem vom Erfolg des aktuellen Titels ab.

Großen Wert lege er bei der P&P-Vorlage auf die Authentizität der Darstellungen. So habe ein Sanitäter der Rangers, einer Spezialeinheit der US-Armee, bei der Entwicklung des Schadenssystem geholfen und ein Unfallchirurg habe darüber aufgeklärt, was passiere, wenn man jemandem ein Loch in den Kopf bohrt, um ein Implantat einzusetzen. Mit Schusswaffen kenne sich Pondsmith selbst gut aus und habe darauf geachtet, dass man z.B. nicht einhändig eine .357 Magnum abfeuern könne, ohne sich dabei das Handgelenk zu brechen.

Damit sich Pondsmiths Firma R. Talsorian Games und CDPR inhaltlich nicht ins Gehege kommen, ist festgelegt, dass Pondsmith sich mit dem P&P auf die Zeit vor 2077 konzentriert, während CDPR sich nur in der Zeit danach austoben kann. Dennoch gibt es natürlich regelmäßige Abstimmungen, um Konflikte in der Lore zu vermeiden. So reist er dann auch 3-4 mal im Jahr nach Polen, um die Entwickler persönlich über die aktuellen Entwicklungen in der Cyberpunk-Zeitlinie auf dem Laufenden zu halten.

Da Pondsmith auch einige Zeit für Microsoft im Bereich Computerspiele gearbeitet und entsprechende Erfahrungen erworben hat, kann er sich zum einen stärker in den Entwicklungsprozess einbringen und war andererseits auch eher in der Lage, eine für sich vorteilhafte Lizenzvereinbarung zu erzielen. Jedenfalls scheint der US-Amerikaner, anders als beispielsweise Andrzej Sapkowski, der Autor der Romanvorlage der Witcher-Spiele, sehr mit dem Ergebnis zufrieden und kommentiert die Vergütung mit: "Ich habe nicht vor, mich zur Ruhe zu setzen. Aber ich könnte es."

Letztlich gibt sich Pondsmith sehr optimistisch bezüglich des immer noch in der Entwicklung befindlichen RPGs und vergleicht seine bisherigen Eindrücke mit denen, die er beim ersten Indiana Jones Film hatte.


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