Cyberpunk 2077: PC-Specs der Demo bekannt + Konsolenausblick + Badlands als weitere Spielwiese

geschrieben von Blaublut am 18.06.2019, 23:33 Uhr

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Das Cyberpunk-Karussell dreht sich immer weiter und weiter. Nachdem auf der diesjährigen E3 die Katze aus dem Sack gelassen wurde (Storytrailer, Keanu Reeves und ... Trommelwirbel ... Releasetermin), vergeht kein Tag, an dem nicht neue Infos über Cyberpunk 2077 in die Erdumlaufbahn katapultiert werden. Wie gesagt, das Karussell dreht sich immer weiter - geradezu unaufhaltsam dreht es seine Kreise. Und dieses Karussell braucht eine Menge Energie, um die ganzen, nach immer mehr lechzenden 2077-Jünger zufriedenzustellen.

Wir wissen nicht, was solch ein Karussell wirklich an Energie verbraucht (vielleicht läuft dieses ja auch mit CHOOH2), aber was wir wissen, ist, auf welcher Hardware die diesjährige (hinter verschlossenen Türen gezeigte) Gameplay-Demo lief. Zu verdanken haben wir das der Gamingsite Spieltimes, welche die genauen PC-Specs in Erfahrung bringen konnten. Der Highend-PC mit der Vorführversion von Cyberpunk 2077 bestand demnach aus folgenden Komponenten:

CPU: Intel i7-8700K mit 3,70 GHz
Grafikkarte: NVIDIA TITAN RTX
RAM: G.SKILL Ripjaws V, 2x 16 GB (3000 Mhz, CL15)
SSD: Samsung 960 PRO 512 GB M.2 PCIe
Mainboard: Asus ROG Strix Z370-I Gaming
Netzteil: Corsair SF600 600W

Damit unterscheidet sich die Demo aus 2019, von der aus 2018 (wir berichteten), in nur einem wesentlichen Punkt: Die Grafikkarte wurde ausgetauscht. Statt einer Nvidia GeForce GTX 1080 Ti, treibt nun eine Titan RTX das Gespann aus Stil und Substanz an. Da in Cyberpunk 2077 die von Nvidia geschaffene Raytracing-Technologie Anwendung findet, macht das mehr an Grafikleistung dabei durchaus Sinn. Zwar wäre auch eine GTX 1080 Ti in der Lage, die gar nicht so neue Strahlenverfolgungstechnik ordentlich auszuführen, dies würde aber nur auf Kosten der Performance geschehen und ließe sich noch dazu nicht in Echtzeit umsetzen - was schlussendlich für beeindruckendere Ergebnisse im Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten sorgt.

Sollten sich bei euch nun Schweißperlen auf der Stirn gebildet haben, so sei euch gesagt , dass es sich bei den oben genannten Spezifikationen nicht um die finalen Hardwareanforderungen handelt. Cyberpunk 2077 befindet sich noch immer in Entwicklung, womit jederzeit Änderungen an der grundlegenden Technik vorgenommen werden können. Darüber hinaus ist sich CD Projekt Red durchaus bewusst, dass nicht jeder PC-Spieler eine Titan RTX-Grafikkarte in seinem Rechner verbaut hat (deren Preis, Stand heute, noch immer bei circa 2.700,- € liegt). Bis von offizieller Seite die finalen PC-Konfigurationen genannt werden, kann es mit Sicherheit noch einige Zeit dauern. Vor dem Jahreswechsel rechnen wir zumindest nicht damit.

Wer lieber auf der Konsole spielt, darf das natürlich auch gerne tun. Schon länger ist bekannt, das Cyberpunk 2077 auch für die aktuellen Flagschiffe von Sony und Microsoft, die PS4 (Pro) und die Xbox One (X), erscheint. Da diese aber schon einige Jahre auf dem Buckel haben, stellt sich natürlich die berechtige Frage, in welchen Grafiksphären Gamepad-affine Couchgamer schweben dürfen!? CDPR hat bereits bestätigt, dass Abstriche gegenüber der PC-Version gemacht werden müssen. Diese werden auch in Kauf genommen, denn am wichtigsten sei es, dass Cyberpunk 2077 auch auf den jetzigen Konsolen flüssig, und damit ohne spiel-beeinträchtigende Ruckler, läuft.

Wollt ihr Night City dennoch in voller Konsolen-Pracht genießen wollen, so bleibt euch nur das Warten auf etwaige Umsetzungen für PS5 und Xbox Scarlett. Bestätigt wurden diese zwar noch nicht, aber laut Miles Tost, Leveldesigner bei CDPR, soll man zumindest niemals nie sagen:

"Wer weiß, wenn die Zeit reif ist, werden wir vielleicht die Next-Gen unterstützen. Bis Cyberpunk 2077 im April 2020 erscheint, haben wir jedoch andere Dinge zu tun. Und nachdem was ich gehört habe, hat Microsoft seine neue Konsole für Ende kommenden Jahres angekündigt. Daher ist das Thema für uns aktuell kein Thema, da sich der Zeitpunkt weit hinter unserer Veröffentlichung befindet."

Egal, wo am Ende eure punkigsten Cyberträume in Erfüllung gehen - ob auf PC, PS4, PS5, Xbox One oder Scarlett -, Night City wird euch so schnell nicht loslassen. Dafür sorgt, neben interessanten Quests und allerhand Nebenbeschäftigungen, auch die offene Spielwelt. Diese erstreckt sich dabei nicht nur in die Vertikale, mit all den Wolkenkratzern und Megabuildings am Firmament, sondern bietet auch in der Horizontalen eine ganze Menge Raum zum Erkunden.

Wie Lead-Quest-Designer Pawel Sasko in einem Interview anlässlich der E3 verriet, endet das Abenteuer nicht am nächsten Ortsschild:

„Cyberpunk 2077 ist nicht nur in Night City angesiedelt. Es gibt eine Umgebung, die Badlands. Diese sind das umliegende Viertel rund um Night City. Ihr könnt die Stadt verlassen und erforschen - ein Gebiet, das nach all den Dürren und allem, was in den 50 Jahren von 2020 bis 2077 passiert ist, zerstört ist. Und ihr könnt dies erkunden, es gibt spezielle Quests, die es zu erledigen gilt, und ihr werdet dort außerdem für die Haupthandlung hingeschickt. Und es gibt noch ein paar andere Überraschungen ...“

Dabei sind die Badlands die Heimat von Nomanden, umherziehenden Gemeinschaften ohne festen Wohnsitz, denen Ehrgefühl und Familie über alles gehen und die sich nicht zu viel aus eigenem Besitz machen.

„Man könnte sie einen Stamm nennen, der in Autos lebt und die nur die Badlands durchqueren. Sie erledigen verschiedene Arbeiten für Handwerker und für Menschen in der Stadt und machen verschiedene Geschäfte - ich möchte nicht zu viel preisgeben, um die Geschichte nicht zu spoilern.“

Wem die Badlands zu staubig und endlos sind, der wird sich vielleicht über einen, mehr digitalen, Ort freuen. Als V werden wir uns nämlich auch in den Cyberspace begeben. Weniger gefährlich soll es dort aber auch nicht zugehen:

„Cyberspace ist wirklich ein gefährlicher Ort - wie ihr in der diesjährigen Demo gesehen habt, gab es mehrere Netrunner, von denen ihr Unterstützung braucht, um dorthin zu gelangen. Ihr liegt dabei in einer Badewanne gefüllt mit Eis, weil euer Körper wie ein Prozessor ist und ihr eine Menge Energie übertragt. Ihr greift bei bestimmten Story-Momenten auf den Cyberspace zu und könnt ihn in einigen Fällen erkunden."


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