Zusammenfassung des Interviews von GameTrailers.com

Datum: 14.01.2013
Autor: diego

Mit dem am 10. Januar veröffentlichten Teaser-Trailer zu Cyberpunk 2077, tauchten auch zahlreiche Interviews auf. Die amerikanische Seite GameTrailers.com veröffentlichte kürzlich ein exklusives Interview mit Mateusz Kanik, Projektleiter bei Cyberpunk 2077. Allerdings führte GameTrailers.com dieses Interview nicht in Eigenregie durch, sondern erhielt es bereits fertig direkt von CD Projekt RED. Im Folgenden haben wir euch das Wichtigste auf Deutsch zusammengefasst:

Mateusz Kanik gibt zu Protokoll, dass er mit Cyberpunk 2020 - der Pen-&-Paper-Vorlage zu Cyberpunk 2077 - erstmals im Sommercamp in der 7. Klasse in Berührung kam und sofort in dessen Bann gezogen wurde. Ihn faszinierten u. A. die Implantate und die gegenüber Warhammer völlig andere Art und Weise NPCs zu bekämpfen. Mateusz spielte Cyberpunk 2020 meistens mit seinem Bruder, weshalb er sich jetzt bei der Mitarbeit an Cyberpunk 2077 in seine Kindheitstage zurückversetzt fühlt.

Auf die Frage hin, inwieweit man Originalmaterial verwendet oder die Pen-&-Paper-Vorlage für Cyberpunk 2077 modifiziert habe, sagte man, dass man vieles geändert habe. Das betreffe nicht nur die Spielwelt, sondern auch das Pen-&-Paper-System, das nicht einfach in jedem Detail in ein Videospiel übertragen werden könne (Mike Pondsmith äußerte sich in der Vergangenheit bereits ähnlich). Allerdings möchte man sich so dicht wie möglich ans Original halten und werde den Spielern sogar die Möglichkeit bieten, ihren Charakterbogen für Spiele mit Freunden auszudrucken. Es wird aber Veränderungen in der Balance der Klassen und der Funktionsweise der Fähigkeiten geben. Außerdem werden fast alle Änderungen an der Spielwelt mit Mike Pondsmith, Erfinder der Pen-&-Paper-Vorlage, abgesprochen und man diskutiert, was zwischen den Jahren 2020 und 2077 alles passiert ist. Des Weiteren wird man im Spiel einige legendäre Plätze wie z. B. „Afterlife“ finden können. Die Konzerne Arasaka, Dynalar, KiroshI etc. wird man ebenfalls im Spiel antreffen können.

Im Anschluss kam man auf die technische Seite von Cyberpunk 2077 zu sprechen:
Wie bereits mehrfach erwähnt, setzt man auch in Cyberpunk 2077 auf die REDengine. Allerdings mussten einige Anpassungen vorgenommen werden. Da es in Cyberpunk 2077 nicht wie in den Witcher-Spielen nur Pfeil und Bogen, sondern auch Waffen wie Pistolen ect gibt., musste man die Physik und die Ballistik anpassen. Die Bewegungen des Charakters werden auch anders ausfallen als in den Witcher-Spielen, schließlich spiele man keinen mutierten Menschen. Dafür wird man aber auf ein ganzes System von Cyber-Implantaten zurückgreifen können, die einem z. B. die Möglichkeit bieten seine Lippen zu modifizieren. Es gibt aber noch viele kleinere Dinge, die geändert werden mussten oder neu hinzugekommen sind.

Der Teaser-Trailer vom 10. Januar sollte in erster Linie dazu dienen, die Atmosphäre des Spiels greifbar zu machen. Im Spiel wird es auch Arm-Implantate geben, mit denen man dann in den Nahkampf gehen können wird. Es wird aber neben den „Cyber-Psychos“, auch das „Psycho Squad“ und fliegende Vehikel geben. „Cyber-Psychos“ stellen Menschen dar, die ihren Sinn für Menschlichkeit aufgrund zu vieler Implantate verloren haben (siehe Frau im Teaser-Trailer). Das sogenannte „Psycho Squad“, dessen eigentlicher Name MAX-TAC (Maximum Force Tactical Division) lautet, ist eine Eliteeinheit der Polizei, die sich auf die Bekämpfung der „Cyber-Psychos“ spezialisiert hat (siehe Mann mit Pistole im Teaser) und dann zum Einsatz kommt, wenn die Polizei der außer Kontrolle geratenen „Cyber-Psychos“ nicht mehr Herr wird. Alle im Teaser zu sehenden Waffen sind modifizierte Varianten der Waffen aus dem Regelbuch der Pen-&-Paper-Vorlage.