Preview-Zusammenfassung der GameStar 04/2013

Datum: 23.02.2013
Autor: diego

Abonnenten halten sie schon in den Händen, ab Mittwoch, den 27. Februar wird man die GameStar 04/2013 aber auch ganz regulär im Kiosk finden können. Die aktuelle Ausgabe enthält eine dreiseitige Vorschau auf CD Projekt REDs neuestes Werk Cyberpunk 2077.

Neue Artworks oder gar Screenshots sind aber auch hier nicht zu entdecken, weshalb man die bereits bekannten Artworks verwendet hat. Da es bis auf die Artworks und den Teaser-Trailer aber praktisch kein Bildmaterial zu Cyberpunk 2077 gibt, beschränkt sich ein großer Teil der Vorschau auf die Beschreibung des Teaser-Trailers, wenngleich auch einige neue Informationen enthüllt werden.

Im Folgenden haben wir euch das Wichtigste zusammengefasst:

Die Frau aus dem Teaser-Trailer hat sich einen Chip implantieren lassen, der sich in das neurale Nervensystem einklinkt und den Nutzer beispielsweise Erinnerungen nacherleben lässt. Dies ist auch möglich, wenn die Erinnerungen von einer anderen Person stammen. So könnte man mittels dieses "Brain Dance" genannten Vorgangs beispielsweise auch einen Lottogewinn nacherleben, oder auch die Besteigung des Mount Everest. Auch Krankheiten und/oder Alterserscheinungen sind kein Thema mehr im Jahre 2077 - vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld. Denn dann kann man sich umfangreich mittels künstlicher Gelenke, Muskeln ect. optimieren lassen.

Genau hier liegt auch das Problem der Frau. »Sie hat ihr natürliches Gewebe durch künstliches ersetzen lassen«, erklärt uns der Studiochef Marcin Iwinski von CD Projekt (The Witcher 3). »Und weil sie außerdem noch etliche andere Upgrades vornehmen ließ, ist der Chip in ihrem Kopf überhitzt«. GameStar

Das Ende ist bekannt: Nach dem Verlust der Kontrolle über ihren Körper, tötet die Frau wahllos Menschen - sie ist zu einem sogenannten "Psycho" geworden. Da die zum "Psycho" gewordene Frau aber mit Titanplatten durchzogen ist, helfen jetzt auch keine regulären Polizisten mehr. Das "Maximum Force Tactical Division" oder kurz "Max-Tac", eine Eliteeinheit der Polizei ausgerüstet mit panzerbrechender Munition, wird gerufen. Wir erfahren, dass der im Teaser-Trailer im Vordergrund stehende Mann des "Psycho Squads", wie sich die Eliteeinheit selbst nennt, Hammerman heißt und die Frau aufgrund der Ähnlichkeit zu seiner Tochter, die ein gefeierter Brain-Dance-Filmstar ist, vor seinen Kollegen rettet indem er sie rekrutiert - der "Psycho" wird also selbst Teil des "Psycho Squads". An dieser Stelle vermutet GameStar, dass man entweder Hammerman oder besagte Frau aus dem Teaser-Trailer spielen wird. Das widerspricht aber den bisherigen Informationen, nachdem man sich selbst einen Charakter zusammenstellen können wird und nicht mehr wie in der The Witcher-Reihe auf eine Figur (Geralt von Riva) festgelegt sein wird.


https://www.worldofcyberpunk.de/media/content/teaser_cp77_s.jpg


Weiterhin werden nochmal die geschichtlichen Umrisse des Cyberpunk 2020-Universums [der Vorlage zu Cyberpunk 2077] umrissen: Da im Jahr 2020 eine Wirtschaftskrise die Welt erschütterte, konnte die US-Regierung ihr Militär nicht mehr finanzieren und beschloss die nationale Sicherheit zukünftig privaten Söldnerfirmen zu überlassen. Im Zuge dieser Umstrukturierung fielen sämtliche Kontrollmechanismen weg, Polizei und Nationalgarde wurden gleichgeschaltet und das Ergebnis war die Teilung der Stadt Night City [Hauptschauplatz in Cyberpunk 2077] durch die Konzerne, die Verbrechersyndikaten ähnelten. Cyberpunk-typisch beherrschten nun also die Konzerne das Geschehen der Stadt, während sie sich untereinander, ähnlich wie in Syndicate, Killer auf den Hals hetzten.

Des Weiteren gibt GameStar bekannt, dass der Hightech-Konzern Dynalar Tech seine Produkte mittels eines weiblichen Holograms in den Straßen bewerben wird und der Fernsehsender News 54 regelmäßig in Zwischensequenzen auf Verbrechen wie Raubüberfälle oder Vergewaltigungen aufmerksam machen wird. Das alles soll die Spielwelt glaubwürdiger machen und für eine größere Immersion sorgen.

»Die Spielwelt soll sich real anfühlen, jede TV-Sendung wird die Geschichte bereichern«, ergänzt Marcin Iwinski. Jedes Ereignis, über das die Reporter berichten, soll im Spiel auch tatsächlich relevant sein. Wenn also ein Börsen-Analyst über den sinkenden Aktienkurs des Tech-Konzerns Arasaka spekuliert, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Spieler da seine Finger im Spiel hatte. GameStar


Weitere Details in der Kurzfassung:

  • GameStar zufolge ist das Spiel zu 30 % fertig

  • Mike Pondsmith reiste als Sohn eines US-Soldaten bis zu seinem 18. Lebensjahr um die Welt, entdeckte anschließend das Pen-&-Paper-RPG Dungeons & Dragons für sich und entwickelte schließlich mit Cyberpunk 2020 eines der erfolgreichsten Pen-&-Paper-Rollenspiele und damit die Grundlage für das von CDPR entwickelte Cyberpunk 2077

  • CD Projekt RED bringt als einziges Entwicklerstudio eine Voraussetzung mit, die Mike Pondsmith und sein Team bei keinem anderen Entwickler finden konnten: Zeit

    Die Spieleindustrie ist ein schnelllebiges Geschäft, aber Cyberpunk ist von seinen Spielmechaniken her extrem komplex. Das ist kein Spiel, das man eben mal so in zwei Jahren entwickeln könnte. Es braucht viel Zeit und die nimmt sich CD Projekt.



  • Außerdem verstehe es CDPR Mike Pondsmith zufolge als eines der wenigen Entwicklerstudios echte Beziehungen glaubhaft darzustellen

  • gemäß der Vorlage [Cyberpunk 2020] soll Cyberpunk 2077 keine „seichte Schnetzelorgie“, sondern ein „lupenreines Rollenspiel“ werden

  • von klassischen Charakterklassenkonventionen ist in Cyberpunk 2077 nichts zu sehen: man kann z. B. als Polizist für Recht und Ordnung sorgen, als Journalist die Wahrheit über die Konzerne in Erfahrung bringen oder als „Rockerboy“ den Revoluzzer spielen


Neben den obigen Details und dem persönlichen Fazit weiter unten, gab GameStar anhand der bisher bekannten Informationen auch schon mal einen Ausblick auf die Stärken und Schwächen des Titels:

Stärken:
+ nicht-lineare Handlung
+ offene Spielwelt
+ Körper- und Waffen-Upgrades
+ unverbrauchtes Setting GameStar

Schwächen:
- Wird’s wirklich ein lupenreines Rollenspiel? GameStar


Blutet Potenzial Michael

Klar, Cyberpunk 2077 ist noch weit weg. Doch CD Projekt verdient einen Vertrauensvorschuss, schließlich haben die Jungs mit der Witcher-Serie eine prominente Rollenspiel-Duftmarke gesetzt. Ihre Spiele stehen für einen erwachsenen Mix aus wendungsreicher Handlung, Grauzonen-Entscheidungen, knackigen Kämpfen und einer Prise Sex. Cyberpunk blutet förmlich das Potenzial, zu einem futuristischen The Witcher zu reifen. Knackige Entscheidungen kann ich mir im Cyberpunk-Setting zuhauf vorstellen: Soll ich einen randalierenden Psycho erschießen, um Leben zu retten? Oder soll ich ihn verschonen und damit Leben gefährden, weil er ja gar nicht absichtlich metzelt? Ich bin überzeugt, dass CD Projekt aus dem Gehirnchip-Szenario weit mehr herausholen wird als Electronic Arts mit dem brutal-stumpfen und zu Recht indizierten Syndicate-Shooter. Cyberpunk 2077, ich behalte dich im Auge! Michael