Cyberpunk 2077: Kein Housing, dafür wird es aber persönlich

geschrieben von Blaublut am 16.06.2019, 23:21 Uhr

https://www.worldofcyberpunk.de/media/content/cp_2077_e3_2019_toughguy_s.jpg

Vor ziemlich genau einem Jahr, war das World Wide Web vollauf damit beschäftigt, jeden noch so kleinen Infoschnippsel betreffend der ersten 48-minütigen Gameplay-Demo auszuwerten. Es wurde viel analysiert und noch mehr hinterfragt. Das Interesse war geweckt und der Hypetrain nahm langsam, aber sicher, an Fahrt auf.

Viele Fragen wurden gestellt und auf viele dieser Fragen gab es auch eine Antwort. So antwortete CD Projekt Red einem Journalisten auf die Frage, ob es denn möglich sei, dass man sich mehrere Häuser aneignen kann: "Ja, Housing sei eine Option in Cyberpunk 2077. Man wird neue Apartments kaufen oder freischalten können."

Viel Meerwasser ist seit dieser Aussage an die digitale Küste Night Citys geschwappt. Viele Änderungen wurden im Laufe der Zeit am Spiel vorgenommen und eine dieser Änderungen betraf auch das Housing. So soll der Spieler jetzt doch nur ein einziges Apartment beziehen dürfen. Dieses ist vom Spiel vorgegeben - kann also, anders als z.B. in GTA 5, nicht aus mehreren Grundstücken ausgewählt werden - und lässt sich darüber hinaus auch nicht nach eigenem Gusto dekorieren und aufhübschen. Immerhin wird man genug Platz für seinen Fuhrpark haben.

Kasia Redesuik dazu: "V wird nur ein Apartment haben und auch dort bleiben. Du hast eine Wohnung und kannst verschiedene Fahrzeuge in deine Garage stellen. Aber es gibt leider keine Möglichkeit, deine Wohnung zu dekorieren."

Dies mag nun ein kleiner Wermutstropfen für all die Sims unter den Spielern sein, empfinden viele ein solches Feature doch als Immersionsfördernd in einer Open World wie sie Cyberpunk 2077 bietet. Trotzdem bleibt festzuhalten: Entscheidungen sind immer noch ein wichtiger Baustein, sowohl innerhalb einer Quest, als auch wenn es darum geht, einen für sich persönlich passenden Spielstil zu finden.

Wenn man schon nicht seine vier Wände pimpen kann, dann aber zumindest seinen Körper: "Man kann seine Cyberware upgraden. Ein gutes Beispiel wäre, wenn du zum Ripperdoc gehen und dein Bein durch eine künstliche Prothese ersetzen würdest. Diese kann man dann upgraden, sodass du zum Beispiel höher springen oder leiser landen kannst."

Aber damit man sich nicht falsch versteht: Unser V ist kein Superheld, und auch keiner von der Stange. Anders als von vor einem Jahr, kann er sich nun nicht mal mehr einen Kindheitshelden im Charaktereditor aussuchen (auch hier drehte sich das Entwicklungsrad im Laufe des letzten Jahres unaufhaltsam weiter.) Das Johnny Silverhand eine größere Rolle spielt, das haben wir bereits in der letzten News festgestellt. Wie es aber um Saburo Arasaka und Morgan Blackhand steht - immerhin zwei der wichtigsten Figuren in der Vorlage Cyberpunk 2020 -, darüber schweigt sich CDPR noch aus.

Wie persönlich die Geschichte wird, darüber hat Miles Tost, deutscher Leveldesigner bei CD Projekt Red, mit der Gamestar gesprochen:

"Cyberpunk als Genre ist für uns eines, in dem es für den Spieler nicht darum geht, die Welt zu retten. Es ist wichtig, dass wir diese Punk-Charakteristik drin haben. Es ist der Spieler gegen das System. In unserer Story geht es für den Hauptcharakter nicht darum, größere Ziele zu erreichen, die Welt zu retten oder dergleichen.

In unserer Story geht es mehr oder weniger darum, sich selber zu retten. Man wird in Ereignisse verwickelt, die man teilweise gar nicht richtig kontrollieren kann. Man versucht einfach, sein eigenes Überleben zu garantieren. Dabei stehen einem nicht nur große Konzerne oder andere NPCs im Weg, sondern auch die Stadt selbst."

Wir sollen unsere eigene Geschichte schreiben und uns einen eigenen Namen machen. Wie wir das anstellen, dass bleibt am Ende ganz uns selbst überlassen. Denn wir sind V - und V, dass sind wir.


Systemmeldung
Es wurden keine Kommentare gefunden

Systemmeldung
Es ist dir nicht erlaubt Kommentare zu verfassen