Cyberpunk 2077: Charaktereditor ohne Geschlechterwahl + selbstständige Begleiter + kleinere Map als in The Witcher 3 + neue Samurai-Single "Never Fade Away"

geschrieben von Blaublut am 28.08.2019, 23:09 Uhr

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Gestern nahm ich euch noch mit auf das Community Event von CD Projekt Red im Rahmen der gamescom, heute spame ich euch mit knallharten Cyberpunk 2077 direkt betreffenden Fakten zu, tat sich doch im Laufe der letzten Woche so einiges an berichtenswertem am neongelben Newshorizont.

Das wir uns in Cyberpunk 2077 die Spielfigur basteln können, die uns vorschwebt, das steht schon länger fest. Bisher gingen wir aber davon aus, dass man die Wahl schlicht aus einem männlichen und einem weiblichen Charakter haben wird, die dann auch genau so - als Mann und Frau - im Charaktereditor bezeichnet werden. Wie Marthe Jonkers von CDPR nun jedoch in einem Interview verriet, gab es vor kurzen interne Änderungen an besagten Editor. So wird der Spieler vorab nicht mehr entscheiden können, ob er einen männlichen oder eine weibliche V spielen will:

"Im Vergleich zur letzten Demo haben wir die Charaktererstellung erweitert. Man wählt jetzt nicht mehr das Geschlecht aus. Stattdessen entscheidet man sich für einen Körpertyp. Wir möchten, dass sich die Spieler frei fühlen. Deshalb haben wir zwei Stimmen - eine Männerstimme und eine Frauenstimme - die man mischen und anpassen kann, wie es einem beliebt. Zusätzlich stehen noch zahlreiche Hautfarben, Tattoos und Frisuren zu auswählt."

Wer also schon immer einmal einen Mann mit einer Frauenstimme spielen wollte, ist bei Cyberpunk 2077 genau an der richtigen Adresse.

Das bei dem Ganzen die Themen Sexualität und Selbstidentität nicht zu kurz kommen werden, sollte eigentlich klar sein, handelt es sich doch um ein CDPR-Spiel. Marthe Jonkers versichert, dass man sich beim Entwickler nicht scheut, solche Themen anzusprechen, handelt doch schon alleine die Vorlage davon:

"Wir wollen eine glaubwürdige Welt erschaffen. Bereits Cyberpunk 2020 hatte diese dunkle Seite, die wir auch in Cyberpunk 2077 zeigen wollen. Was wir tun wollen, ist ein Bild zu malen, welches vom Spieler interpretiert wird. Der Spieler soll entscheiden, wie er bestimmte Situationen sieht und wie er damit umgeht. Typische Cyberpunk-Themen scheuen wir dabei nicht - und seien sie noch so kompliziert."

Damit ihr nicht zu Einsamkeit neigt, werden euch im Spiel Begleiter an die Seite gestellt. Laut Pawel Sasko, Questdesigner bei CDPR, wird man diese aber nicht selbst steuern können. Stattdessen agieren diese weitestgehend selbstständig und treffen Entscheidungen auf Basis ihrer Persönlichkeiten. Ab und zu wird es dann aber auch mal vorkommen, dass ihr ihnen Befehle geben könnt, was aber wohl nur in bestimmten Missionen möglich sein wird.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Den Flathead. Dabei handelt es sich um den spinnenartigen Roboter, den wir in der letztjährigen Gameplay-Demo aus den Klauen der Maelstrom-Gang befreit (!) haben. Durch eine KI können wir dem Flathead Kommandos erteilen. Das kann einfach nur ein Takedown bei einem Gegner sein - wenn wir uns die Hände nicht selbst schmutzig machen wollen - oder die Kontrollgewinnung einer bestimmten Maschine. Darüber hinaus soll unser kleiner mechanischer Freund auch Objekte demontieren und Gegenstände aufsammeln können. Ob wir den Flathead aber auch unter Wasser werden nutzen können - wird es doch auch Areale geben, die wir nur tauchend erreichen können -, wollte Pawel Sasko nicht verraten.

Wie groß bestimmte Areale ausfallen, können wir uns derzeit nur denken. Das die Welt in Cyberpunk 2077 von den reinen Ausmaßen etwas kleiner ausfällt, als die von The Witcher 3, das ist jedoch Fakt. Diesen bestätigte Richard Borzymowski in seiner Funktion als Producer bei CDPR. Laut ihm fällt die Map zwar kleiner aus, bietet dafür aber weniger Leerlauf und ist dichter besiedelt, als das noch beim dritten Hexerabenteuer der Fall war. Eine genaue Größenangabe kann dabei nicht gemacht werden, was alleine schon daran liegt, dass Night City auf eine Vertikalität setzt, man sich also viel durch Hochhäuser mit mehreren Stockwerken bewegt - Höhenangst sollte unser Protagonist also am besten nicht kennen. Apropos Protagonist: So bezeichnet Richard Borzymowski Night City wörtlich. Es sei und ein Ort voller Leben, wo immer und an jeder Ecke etwas passieren kann.

Und wer weiß: Vielleicht passiert es uns dann sogar, dass wir in eine Bar stolpern, wo gerade zwei Solos miteinander im Clinch liegen, während ein Dealer heiße Ware an einen Netrunner vertickt und ein Konzerner sich bei einem Rockerboy nach dem Lied erkundigt, welches gerade aus den Lautsprecherboxen dröhnt.

Wir wissen nicht, warum die beiden Solos heiß aufeinander sind oder welche Ware gerade den Besitzer gewechselt hat. Was wir aber wissen, ist, welches Lied den Corporate Agent so in Wallung versetzt hat. Es ist die zweite Single von Samurai, Johnny Silverhands Chromrock-Band, die dank CDPR und den Punkern von Refused in Cyberpunk 2077 ein Comeback erleben werden. Aber hört am besten selbst rein:



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