Cyberpunk 2077: Styling für die Ohren + Animals ge-red-tet + Publisher CDP in der Insolvenz

geschrieben von Blaublut am 22.04.2020, 23:47 Uhr

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Steelseries haben in Zusammenarbeit mit CD Projekt Red mehrere Headsets angekündigt, die im passenden Cyberpunk 2077 - Look daherkommen. Da wäre zum einen die Netrunner Edition, welche durch das Gelb-Blau etwas poppiger ausfällt und mit den Schaltkreisapplikationen den Hacking- und technikaffinen Punk anspricht, während die Johnny Silverhand Edition eher dunkel gehalten ist, mit dem Samurai-Dämon auf der einen Seite und dem "No Future" auf der anderen, und damit eine mehr pessimistischere Grundhaltung an die Dystopie bedient.

Die Headsets laufen unter der Bezeichnung Arctis 1 und enthalten Technologie der bereits auf dem Markt erhältlichen Arctis 7 - Serie von Steelseries. Neben dem PC, der Xbox One und der PS4, lassen sich die Headsets auch per USB-C-Dongle mit der Nintendo Switch oder einem Android-Smartphone verbinden. Das Mikrofon ist abnehmbar, sodass sich die Headsets auch ganz simpel als Kopfhörer eignen.

Daneben wird es noch so genannte Pro Booster Packs geben, welche den Arctis-Headsets einen anderen Look verleihen. So wird man zum Corpo, indem man sich für den Großkonzern seiner Wahl (Kang Tao, Arasaka oder Militech) entscheidet.

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In unsere Hardware-Galerie haben wir mehrere Bilder der Peripherie hochgeladen, damit euch auch nicht das noch so kleinste Detail entgeht. Vorbestellen könnt ihr die Headsets hierzulande aktuell noch nicht (Stand: 22.04.2020), die Produktseiten von Amazon vertrösten mit einem "Derzeit nicht verfügbar", was sich aber in den nächsten Tagen ändern sollte. Dann wissen wir auch, was der substanziell-stylische Ohrschmuck kosten soll.

Bis dahin kann man sich ja mal wieder eine Pizza bestellen. Oder zwei. Oder doch drei!? Vorbild dafür ist die Animal-Gang, welche aus ihrer Vorliebe für die leckeren Teigfladen keinen Hehl machen. Wir konnten bereits einen ersten Eindruck der selbst ernannten "Tiere" gewinnen, was man über die bisher durch CDPR auf Twitter vorgestellten Gangs, namentlich The Mox und 6th Street, nicht behaupten kann.

Im Deep Dive Video von 2019 wurden uns die Animals etwas näher gebracht. Dabei will man ihnen doch am liebsten nicht zu nah auf die Pelle rücken, zeugt ihre Statur doch von einer hinreichenden Vorliebe für Hanteln und andere Kraftgeräte. Doch wie in der Realität, gilt auch in Night City: Nur mit Schweiß und Blut kommt man nicht an die XXL-Ausführung der Arnold Schwarzenegger Muckis. Die Animals haben, neben der Pizzavorliebe, noch ein zweites, weitaus schwerwiegenderes Laster: Sie konsumieren unentwegt eine Plörre namens Juice, welche ihnen zur Bodybuilder-Schönheit verhilft. Manch ein Animal trägt sogar einen Kanister auf dem Rücken, damit der Saft auch ja ohne Unterbrechung in den Körper fließen kann.

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Ihre Anführerin ist ein Weibsbild namens Sasquatch, welche ihre "Tiere" an der Westgrenze von Pacifica im Rudel zusammen hält. Und auch wenn die Animals keinen Pfifferling auf den Einsatz von traditioneller Cyberware geben - und damit scheinbar aus dem vorherrschenden Cyberpunk-Raster fallen -, so gehören sie dank der Verwendung von Ultra-Testosteron und tierischen Ergänzungsmitteln (wie dem Juice), doch zu einer der aggressivsten und gefährlichsten Gangs in Night City - worauf sie auch verdammt stolz sind.

Den Stolz tragen sie dann auch mit breit geschwellter Brust umher, womit sie sich aber auch ein Feindbild erschaffen haben. In Pacifica sind das die Voodoo Boys, welche wir euch aber ein ander Mal vorstellen wollen. Wer nicht solange warten kann, dem sei noch einmal das Deep Dive Video empfohlen, in welchem die Voodoo Boys eine tragende Rollen spielen.

Eine tragende Rolle spielte bisher auch die Firma CDP in Polen, zumindest wenn es um den Vertrieb der Videospiele aus dem Hause CD Projekt Red ging. In der Überschrift haben wir es bereits vorweggenommen, jetzt möchten wir kurz etwas näher darauf eingehen.

CDP gehörte ursprünglich zu CD Projekt, und das schon seit dem Jahre 1994, als die Polen noch ausschließlich mit dem Vertrieb von Spielen ihre Brötchen verdienten und nicht mit der Entwicklung selbiger. Dadurch erklärt sich auch die Namensgleichheit (CDP klingt verdammt nach CDPR). Im Jahr 2014 spaltete sich CDP aber von CD Projekt ab und wurde unabhängig.

Was das ganze nun mit Cyberpunk 2077 zu tun hat? Ursprünglich sollte CDP als Publisher für den polnischen Markt fungieren. Bereits die Witcher-Reihe wurde dort von CDP vertrieben, weshalb alles für eine Fortführung der Geschäftsbeziehungen im Heimatland der Rebellen sprach. Doch es kam anders, als ursprünglich geplant: Schon länger hielt sich CDP gerade so über Wasser. Während Firmen wie Bandai Namco und Warner Bros - welche den Vertrieb außerhalb Polens übernehmen - sich erfolgreich auf internationalen Parkett tummeln, blieb CDP eine rein nationale Institution. Das jahrelange Hauswirtschaften wurde mit der Zeit zum Verlustgeschäft. Der Schlussstrich wurde nun mit der Verkündung der Insolvenz gesetzt, was bedeutet, dass sich CD Projekt Red nach einem neuen Vertriebspartner für Polen umschauen muss, sollten sie nicht vorhaben, CDP abermals ans interne Netzwerk anzuschließen und dem Konkurs damit ein Schnippchen zu schlagen.

Wir wollen nicht über die Gründe der Insolvenz spekulieren (Releaseverschiebung hier, Corona da), wünschen den "ehemaligen" Mitarbeitern an dieser Stelle stattdessen lieber alles Gute für die Zukunft und eine baldige Beschäftigungsfortführung - wo auch immer das sein mag. Sollte es Neuigkeiten zur Causa CDP geben, werden wir euch davon in Kenntnis setzen.


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