Cyberpunk 2077: Infos zur E3 und interne Probleme bei CDPR

geschrieben von foobar am 25.05.2019, 16:00 Uhr

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Nun, wo Cyberpunk 2077 langsam auf die Zielgerade einbiegt, mehren sich die Berichte zu Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Spiels. Wirklich neu sind diese Meldungen nicht, bereits im Oktober 2017 berichteten wir über Beschwerden von Mitarbeitern bezüglich der Personalpolitik von CD Projekt Red. Crunch, wie man eine Phase mit teilweise erheblichen Überstunden zur fristgerechten Fertigstellung eines Projekts in der Entwicklerszene nennt, war offenbar schon bei der Witcher-Serie ein Problem. Dieses Mal hätten sich vier ehemalige Mitarbeiter bei der Webseite Kotaku nach deren Bericht über chaotische Zustände bei der Entwicklung des BioWare-Spiels "Anthem" gemeldet und vorgetragen, ähnliches in Warschau beobachtet zu haben. In einem Interview mit den Vorwürfen konfrontiert, erwiderte CDP-Mitbegründer Marcin Iwiński, dass man sich um faire Arbeitsbedingungen bemühe. Die Überstunden würden ordentlich vergütet (150% des Regelgehalts für Nachtarbeit, 200% für Wochenenden) und wären freiwillig. Die Firma würde lediglich darum bitten, dass die Mitarbeiter länger arbeiten, aber gezwungen würde niemand.

Allerdings kann Geld natürlich keine Gesundheit ersetzen und die Löhne in Polen sind ohnehin niedriger, so dass man auch vom doppelten Grundgehalt nicht reich werden wird. Ebenfalls werden sich die Mitarbeiter die Frage stellen: Wer wird nach Abschluss des Projekts für das nächste übernommen und wer nicht? Derjenige, der die "freiwilligen" Überstunden geleistet hat? Oder der andere?

Zudem, so rechtfertigt sich die Führungsriege bei CDPR, herrsche ja während der meisten Zeit, die so ein Projekt dauert, kein Crunch. Lediglich kurz vor Release oder Messen wie der kommenden E3 würde man "crunchen". Auf die Idee, dass die Mitarbeiter doch eine Gewerkschaft zur Durchsetzung ihrer Interessen gründen könnten, reagiert man allerdings eher zurückhaltend.

Gerüchte, das Studio stecke in finanziellen Schwierigkeit, verneint Iwiński. Man habe eine gut gefüllte Kriegskasse.

Apropos E3. Diese findet im Juni wieder mal in Los Angeles statt und CD Projekt wird dort auch vertreten sein. Unbestätigten Gerüchten zufolge will man dort einen neuen Trailer und das anvisierte Release-Datum veröffentlichen. Wie Marcin Momot (Global Community Lead) auf Twitter vermeldete, werde es aber keine spielbare Demo geben. Lediglich eine Vorführung, bei der CDPR-Mitarbeiter das Spiel präsentieren werden. Zudem bestätigte Momot, ebenfalls via Twitter, es werde zwei unterschiedliche Präsentationen des Spiels geben. Eine werde öffentlich präsentiert, die andere wieder nur hinter verschlossenen Türen. Worin sie sich unterscheiden, ließ Momot jedoch offen.


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